spielt sich in den Kommentaren zum Artikel “Es gibt Sachen, die gibt es gar nicht” seit vorgestern Tragikomisches ab: Ein Kommentator, der sich selbst als “Journalist” ausgibt (ich nenne ihn TUIRAM, The user I regard as Mayerbacher), versucht ebenso verzweifelt wie vergeblich, Zweifel daran zu säen, daß die Programmauswertungen des Senders 9Live, die sowohl Stefan Niggemeier als auch dem Forum Call-in-TV.de aus verschiedenen Zeiträumen als Excel-Tabellen vorliegen, tatsächlich aus dem Hause der Callactive GmbH stammen. Zweifel sind hier allerdings fehl am Platz: zwar ist Stefan Niggemeiers Quelle nicht bekannt - und er hat als Journalist das gute Recht, seine Quellen zu schützen -, die mir vorliegenden Programm- auswertungen wurden jedoch vom e-Mail-Account von Stephan Mayerbacher übermittelt, so daß an ihrer Authentizität kein Zweifel besteht.
Bei den hier vorliegenden, von Stephan Mayerbacher übermittelten Programmauswertungen handelt es sich um eine vollständige Monatsauswertung des Monats Mai 2006 und um eine Tagesauswertung des 1. April 2007.
Die Monatsauswertung für Mai 2006 ist in Registerkarten für Tagessummen, Mitmachregeln, Zusammenfassung sowie Auswertungen für die einzelnen Tage unterteilt.
In der Registerkarte “Tagesummen” findet sich eine Zusammenfassung der an den einzelnen im Mai 2006 von 9Live ausgespielten Gewinne.
In der Registerkarte “Mitmachregeln” läßt sich feststellen, wie oft an welchem Tag auf 9Live per Crawl oder durch den Moderator auf die Mitmachregeln hingewiesen worden ist und wie oft Hinweise auf Anrufkosten, Telefonverhalten, höhere Anrufkosten durch Anrufe von Mobiltelefonen sowie über die Beschränkung der Teilnahme auf Anrufer ab 18 Jahren hingewiesen worden ist.
In der Registerkarte “Zusammenfassung” hat Callactive im Mai 2006 die gravierendsten Regelverstöße gegen die Mitmachregeln von 9Live zusammengefaßt und auf das Beweismaterial - 62 Videokassetten - hingewiesen.
Die Tagesauswertungen der Excel-Datei waren im Mai 2006 zwar schon ausführlich, allerdings fehlen teilweise Einträge über die jeweiligen Moderatoren und Details zu den Gewinnspielen. Allerdings waren auch damals schon Informationen über Spielmodi, Spieldauer, Gewinnhöhe, Bildschirmeinblendungen sowie Verstöße bzw. Besonderheiten auch damals schon in den Listen enthalten.
Die hier vorliegende Tagesauswertung vom 1. April 2007 entspricht exakt dem von Stefan Niggemeier abgebildeten Muster - Zweifel an Niggemeiers Quelle dürften daher gänzlich unangebracht sein. Das sind also die Programmauswertungen, die es - angeblich - nicht mehr geben soll.Na gut, nur eine Merkwürdigkeit mehr. Noch eine Merkwürdigkeit gefällig? Gerne doch: In der Moderation dieses Blogs befindet sich noch ein Kommentar, der zu einem Artikel über Callactive abgegeben worden ist, den wir nicht freigegeben haben. Dieser Kommentar soll vorgeblich von Andreas Bartl, dem Geschäftsführer der ProSieben Television GmbH, stammen, deren Homepage und e-Mail-Adresse auch angegeben sind, wurde allerdings von einer T-Online-IP übermittelt - und der Inhalt wäre ein triftiger Grund, dieses Blog in einen Rechtsstreit zu verwickeln, wenn man ihn denn seinem vollen Inhalt nach veröffentlichte.
Wenn ich dieses Weblog in einen Rechtsstreit ziehen wollte, würde ich das genau so vorbereiten: einen gefaketen Kommentar, in dem sich vorgeblich der Geschäftsführer eines Senders über ein Konkurrenzunternehmen ausläßt …Wer immer das war, dem war offenbar nicht klar, daß die Senderfamilie der ProSiebenSat.1 Media AG, wenn sie jemanden mit Häme überschüttet, dies zum einen nicht durch einen Geschäftsführer und zum anderen viel öffentlicher tut als in diesem Blog:
[…] hat Frank Metzing, der Anwalt des Forums call-in-tv.de, einen Einblick in die Listen gegeben, die ihm vorliegen und die direkt von Callactive-Geschäftsführer Stephan Mayerbacher […]
Grundsätzlich ist ja die Beobachtung der Konkurrenz nicht anrüchiges. Der Pächter meiner Stammtankstelle hat neben der Kasse ein Fernglas liegen mit dem er mehrmals täglich die Preise der nebenan liegenden Konkurrenz beobachtet. Und das, was da in den ominösen Listen festgehalten ist, ist ja beileibe kein Betriebsgeheimnis. Es läuft ja coram publico tagtäglich im TV. Ähnliche Listen können sogar ohne PC, mit Bleistift und Schmierpapier gefertigt werden.
Warum also dieses Ableugnen? Ich denke, dass TUIRAM bzw. Journalist bzw. beobachtungsposten (usw…) sich z. Zt. extrem verfolgt fühlt. Ich bin kein Psychiater, aber wenn ich mir das Auftreten des genannten Users anschaue, dann meine ich als Laie Züge von Paranoia und hier speziell Verfolgungswahn zu erkennen. Zunächst verfolgen ihn also die Grünen Gnome aus dem bösen Forum. Dann schließen sich fast alle Blogs im Internet an. Zeitungen berichten, Magazine. Das sind schon ‘ne Menge Zeitgenossen, die hinter ihm her sind. Und dabei ist man doch nur eine (O-Ton “Journalist”) “kleine Call-in-Klitsche”.
Will man jetzt quasi dem “großen Bruder” signalisieren, dass man ja doch im selben Boot sitzt und mitnichten dessen Fehler dokumentiert? Will man sich so wenigstens an einer Front Entlastung schaffen?
Ich habe dafür keine andere Erklärung.
Was den Verfolgungswahn angeht noch eine Bemerkung: Auch wenn man eine “kleine Call-in-Klitsche” ist, so sollte man doch die Mündigkeit und die Beobachtungsgabe halbwegs aufgeklärter Zuschauer nicht unterschätzen. Und wenn man es schon getan hat, dann sollte man souverän reagieren. Dazu hätte auch gehört, dass man durch eine andere Gestaltung der Spiele und deren Abläufe den Kritikern den Wind aus den Segeln nimmt.
Das wäre für alle Beteiligten nervenschonender gewesen und nebenbei noch ein geschickter PR-Zug. So geht der Schuss garantiert nach hinten los.
[…] über Excel-Sheets deren Existenz nicht bewiesen werden kann, obwohl sie sich in dem Besitz von mindestens zwei Personen außerhalb der Callactive GmbH befinden sollen – So sagt man jedenfalls da […]
Sonntag, 01.07.2007 um 11:11 pm
[…] hat Frank Metzing, der Anwalt des Forums call-in-tv.de, einen Einblick in die Listen gegeben, die ihm vorliegen und die direkt von Callactive-Geschäftsführer Stephan Mayerbacher […]
Montag, 02.07.2007 um 2:31 am
Grundsätzlich ist ja die Beobachtung der Konkurrenz nicht anrüchiges. Der Pächter meiner Stammtankstelle hat neben der Kasse ein Fernglas liegen mit dem er mehrmals täglich die Preise der nebenan liegenden Konkurrenz beobachtet. Und das, was da in den ominösen Listen festgehalten ist, ist ja beileibe kein Betriebsgeheimnis. Es läuft ja coram publico tagtäglich im TV. Ähnliche Listen können sogar ohne PC, mit Bleistift und Schmierpapier gefertigt werden.
Warum also dieses Ableugnen? Ich denke, dass TUIRAM bzw. Journalist bzw. beobachtungsposten (usw…) sich z. Zt. extrem verfolgt fühlt. Ich bin kein Psychiater, aber wenn ich mir das Auftreten des genannten Users anschaue, dann meine ich als Laie Züge von Paranoia und hier speziell Verfolgungswahn zu erkennen. Zunächst verfolgen ihn also die Grünen Gnome aus dem bösen Forum. Dann schließen sich fast alle Blogs im Internet an. Zeitungen berichten, Magazine. Das sind schon ‘ne Menge Zeitgenossen, die hinter ihm her sind. Und dabei ist man doch nur eine (O-Ton “Journalist”) “kleine Call-in-Klitsche”.
Will man jetzt quasi dem “großen Bruder” signalisieren, dass man ja doch im selben Boot sitzt und mitnichten dessen Fehler dokumentiert? Will man sich so wenigstens an einer Front Entlastung schaffen?
Ich habe dafür keine andere Erklärung.
Was den Verfolgungswahn angeht noch eine Bemerkung: Auch wenn man eine “kleine Call-in-Klitsche” ist, so sollte man doch die Mündigkeit und die Beobachtungsgabe halbwegs aufgeklärter Zuschauer nicht unterschätzen. Und wenn man es schon getan hat, dann sollte man souverän reagieren. Dazu hätte auch gehört, dass man durch eine andere Gestaltung der Spiele und deren Abläufe den Kritikern den Wind aus den Segeln nimmt.
Das wäre für alle Beteiligten nervenschonender gewesen und nebenbei noch ein geschickter PR-Zug. So geht der Schuss garantiert nach hinten los.
Montag, 02.07.2007 um 8:06 pm
geiles video xD
Dienstag, 03.07.2007 um 11:18 pm
[…] über Excel-Sheets deren Existenz nicht bewiesen werden kann, obwohl sie sich in dem Besitz von mindestens zwei Personen außerhalb der Callactive GmbH befinden sollen – So sagt man jedenfalls da […]